Drehrohrofen

Dieser Ofentyp erreicht eine Tagesproduktion von ca. 600 bis ca. 2.000 Tonnen. Der Wärmeverbrauch eines Drehrohrofens ist deutlich höher als von vertikalen Schachtöfen. Dieser "Nachteil" wird durch eine hohe Flexibilität in der Ofenfahrweise oftmals kompensiert. Neben der thermischen Beanspruchung spielen auch chemische und mechanische Belastungen hinsichtlich einer wirtschaftlichen Standzeit des Verschleißfutters eine wesentliche Rolle.

Aufgrund fehlender oder instabiler Ansatzverhältnisse ist die Ausmauerung speziell im Übergangs- und Brennzonenbereich einem hohen thermischen Angriff ausgesetzt. Durch die fehlenden Isolierschichten zum Stahlmantel ergibt sich über eine Verschleißfutterdistanz von nur 250 mm oftmals eine Temperaturdifferenz von 1.000 °C bis 1.100 °C von der "heißen" zur "kalten" Seite eines Feuerfeststeines.

Höchstwertige Verschleißmaterialien mit speziell entwickelten Eigenschaften, wie zum Beispiel erhöhter Termperaturwechselbeständigkeit und ausgezeichneter Schwefel- und Alkalibeständigkeit, zeichnen die Sorten von RHI Refractories aus und gewährleisten in Verbindung mit ausgereiften Zustellkonzepten die geforderte Anlagenverfügbarkeit mit längsten Futterstandzeiten.