RHI auf einen Blick
| Presseaussendung - RHI eröffnet neue Umweltanlage im Werk Radenthein in Anwesenheit von BM Berlakovich und LH Dörfler 21.08.2009 |
RHI AG eröffnet neue Umweltanlage im Werk Radenthein/Kärnten: 5 Millionen Euro Investition
- Eigene Stromerzeugung durch Abwärme-Nutzung
- Weltweit einzigartige Technologie
- Größte Umwelt-Investition der RHI weltweit
- Inbetriebnahme in Anwesenheit von BM Berlakovich und LH Dörfler
RHI AG, Weltmarktführer bei Feuerfest-Produkten, hat vor kurzem im Werk Radenthein/Kärnten ein neues Kraftwerk fertiggestellt, das die Abwärme von zwei Produktionsöfen in elektrischen
Strom umwandelt.
Die 1.000 kW leistungsstarke Rückverstromungsanlage erzeugt rund 12 % des gesamten Werksverbrauches an elektrischem Strom. In Anwesenheit von Umweltminister
Niki Berlakovich, Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler sowie RHI-Vorstands-
vorsitzendem Thomas Fahnemann wurde das Kraftwerk am 21.8.2009 eröffnet.
Das Kraftwerk nützt die bei der thermischen Nachverbrennung von Abgasen entstehende Wärme und wandelt sie mithilfe eines Wärmetauschers in elektrische Energie um. Dabei kommt
keine herkömmliche Dampfturbine zum Einsatz, sondern eine sogenannte Organic Rankine Cycle-Anlage, die keine direkte Umweltauswirkung hat. Das Kraftwerk wird zu 100 % mit den
Abgasen der Tunnelöfen, in denen jährlich rund 50.000 to feuerfeste Steine produziert werden, betrieben und benötigt keine weiteren fossilen Energiequellen.
„Wir sind sehr stolz auf dieses Pilot-Projekt, denn die dabei verwendete Technologie wurde weltweit erst das zweite Mal bei einer Anlage dieser Art eingesetzt. Für den Standort
Radenthein haben wir uns deshalb entschieden, da hier bereits eine entsprechende Anlagen Struktur in Form einer thermischen Nachverbrennung mit nachgeschalteter Filteranlage
vorhanden war“, so Christoph Stock, Projektleiter des Kompetenzzentrums Energie und Umwelt bei RHI. „Wir prüfen nun den Einsatz weiterer solcher Anlagen an anderen Standorten“, so
Stock weiter.
Dazu Umweltminister Niki Berlakovich: "Dass Österreichs Unternehmen und Gemeinden ihre benötigte Energie in immer größerem Ausmaß selbst lokal produzieren ist ein ökologisches wie auch ökonomisches Erfolgskonzept. Meine Vision ist ein energieautarkes Österreich, Unabhängigkeit von Importen fossiler Brennstoffe. Mit ihrem neuen Abwärme-Kraftwerk macht RHI einen großen Schritt in diese Richtung und hat ein Musterbeispiel für Energieeffizienz realisiert, das als Vorbild für andere Unternehmen dienen kann. Damit werden Ressourcen besser genutzt, Stromkosten gesenkt und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.“
Mit Hilfe dieser Anlage wird das öffentliche Stromnetz um 7 GWh pro Jahr entlastet, das entspricht dem Bedarf von ca. 1.400 Privathaushalten und führt zu einer Vermeidung von 3.000 Tonnen CO2.
„Ein Kraftwerk, das sich komplett selbst versorgt ist in der heutigen Zeit klar ein Vorzeigeprojekt, an dem sich viele andere Unternehmen orientieren sollten. Es freut mich sehr, dass RHI in diese Umweltanlage in Kärnten investiert hat und damit auch einen Beitrag zur CO2-Reduktion in unserem Bundesland leistet“, so Technologiereferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler.
RHI hat in dieses Pilot-Projekt insgesamt EUR 5,6 Mio. investiert: dies ist die größte Einzel Umweltinvestition der RHI AG im vergangenen Jahr. „Wir haben am Standort Radenthein in den letzten 3 Jahren rund EUR 8 Mio. nur in Umweltmaßnahmen investiert, konzernweit waren es in den letzten 3 Jahren sogar EUR 26 Mio.“, erklärt Thomas Fahnemann, Vorstandsvorsitzender RHI AG und ergänzt: „Als Industriebetrieb sind wir uns unserer Verantwortung bewusst und versuchen laufend ökologische und ökonomische Win-Win-Situationen wie in Radenthein zu entwickeln und zu implementieren.“
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